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Mikroplastik versteckt sich überall in unseren Badezimmern… und in unserer Haut!

Aktualisiert: 6. März 2021

„Beinahe jedes Stück Plastik, das je produziert wurde ist in irgendeiner Form, noch immer auf unserer Erde“ (Aus dem Film: A plastic Ocean)


Mikroplastik befindet sich noch immer in einer Vielzahl unserer Pflegeprodukte, obwohl es hier völlig überflüssig ist. Wir achten häufig darauf, was wir essen und eventuell auch auf die Verpackungen unserer Nahrungsmittel. Im Badezimmer sind wir aber oft gedankenlos unterwegs und verwenden viel Kunststoff und Wegwerf-Artikel.


Wovon sprechen wir hier?

Wir sprechen von Mikroplastik, wenn wir Plastikpartikel in einer Größe zwischen 1 µm bis 5 mm vorliegen haben. Primäres Mikroplastik wurde extra in mikroskopischer Größe hergestellt, während sekundäres Mikroplastik aus der Zersetzung aus Kunststoffmüll entsteht. Diese Zersetzung ist der Hauptlieferant für Mikroplastik. Erschreckend ist, dass wir einen Anteil von 3:1 von Mikroplastik versus Makroplastik vorfinden, das bedeutet, dass wir bereits jetzt von 3-mal mehr Mikroplastik umgeben sind, als wir offensichtlich wahrnehmen (Utopia)[1].


Warum überflüssig?

Mikroplastik ist in unseren Badezimmern überall versteckt, zum Beispiel im Duschgel, im Peeling, in Flüssigseifen in Hautpflegecreme, deinem Make-up und auch in Sonnenschutzmitteln. Kunststoffe werden hier zum Beispiel als Schleifmittel, Bindemittel, Füllmittel und Filmbildner eingesetzt. (Umweltbundesamt)[2] Aber Kunststoffe werden auch in flüssiger oder gelartiger Form als Füllmittel oder Bindemittel in kosmetischen Produkten eingesetzt. (Utopia)1. In welcher Form es vorliegt ist für den Verbraucher oft unerkennbar.


Zertifizierte Bio-Pflegeprodukte enthalten grundsätzlich keine synthetischen Polymere – Mikroplastik ist hier also kein Thema. In der Natur ist alles vorhanden, was wir für unsere tägliche Pflege brauchen[3]


Auswirkung auf die Umwelt und uns

Plastik ist an sich ein enormes Umweltproblem, weil es erstens meistens auf Erdölbasis hergestellt wird und zweitens nicht biologisch abbaubar ist (Utopia)[4]. Alle Formen von Plastik von der Plastikflasche bis zum Mikropartikel wurden in unseren Weltmeeren nachgewiesen (Umweltbundesamt). Kläranlagen sind technisch oft nicht in der Lage, die Mikroplastik-Partikel zurückzuhalten und so gelangen viele tausend Tonnen aus unserem Alltag ungehindert in die umgebenden Flüsse und letztendlich ins Meer (Uni Hamburg)[5]. „Bereits durch eine Tube Peeling können bis zu 2,8 Millionen Kunststoffteilchen in die Umwelt gelangen.“ (Codecheck)[6]Plastik enthält oft schon bei der Herstellung gesundheitsschädliche Zusatzstoffe wie z.B. die berühmten Weichmacher (Achtung diese beschränken sich nicht auf BPA). Zusätzlich wirkt es wie ein Magnet auf Gift- und Schadstoffe. Diese reichern sich mit hohen Konzentrationen an dem Kunststoffteilchen an[7], diese wiederum werden von vielen Tierarten mit Nahrung verwechselt und aufgenommen. (Umweltbundesamt)[8]. Allgemein gilt, je kleiner das Plastikteilchen, desto mehr Lebewesen nehmen es mit ihrer Nahrung auf. Über die Nahrungskette gelangen diese schädlichen Substanzen auf unsere Teller.