top of page
  • AutorenbildDynamis

Kieselerde & Co. Silizium, wofür brauche ich das?

Nachdem wir in einem unserer Blogbeiträge über die Heilerde berichtet haben, gibt es ein weiteres Heilmittel, welches seine Aufmerksamkeit verdient: Silizium. Es ist eines der wichtigsten Spurenelemente und Hauptbestandteil in unseren Körperzellen. Es gibt verschiedene Silizium-Formen, die für den menschlichen Körper von Bedeutung sind. Es handelt sich hierbei um Kieselsäure, Kieselerde und Silikat. Die natürliche Silizium-Form Kieselsäure ist am schnellsten verwertbar und kommt in einigen Pflanzen vor, z.B. in Schachtelhalm, Brennnessel, Bambus oder auch in Kieselalge.


Wofür benötigen wir Silizium?

Silizium ist im gesamten Körper vorhanden: in den Knochen, Knorpeln, im Blut, in den Blutgefäßen, in der Haut, in Haaren und Fingernägeln sowie in allen Organen.

Die verschiedenen Siliziumformen dienen als stützendes Gerüst in allen Körpergeweben.

Es beschleunigt die Bildung der Bindegewebsfasern Kollagen und Elastin und sorgt somit für Stabilität und Elastizität des Bindegewebes und der Blutgefäßwände für gesunde Flexibilität. Es stimuliert die Bildung und Erneuerung von beschädigtem Gewebe und ermöglicht so eine regelmäßige Knorpelreparatur.


Wir erinnern uns, in der Heilerde ist Silizium ebenso enthalten und wird u.a. zur Anwendung für Haut und Gelenke benutzt. Kinder in der Wachstumsphase haben einen hohen Bedarf an Silizium, denn es verbessert die Bindung von Kalzium an die Knochen.


Mit zunehmendem Alter nimmt der Siliziumgehalt in bestimmten Geweben ab, insbesondere in den Blutgefäßen und der Haut. Dies erklärt zum Teil den Elastizitätsverlust der Haut und ihre unvermeidlichen Folgen: Falten, und vor allem die nachlassende Elastizität der Blutgefäße.

Silizium zeigt, verbunden mit einer optimalen Zufuhr an Vitamin D und Calcium, eine positive Wirkung für die Prävention und Behandlung von Knochenerkrankungen, darunter die Osteoporose.

Ausserdem verhindert Silizium, dass sich Aluminium im Körper ansammelt und leitet es natürlich aus. So haben Studien bereits bewiesen, dass es das Gehirn vor der Alzheimer-Erkrankung schützt.

Dieses Spurenelement ist das zweithäufigste Element der Erde. Unser Körper ist aber nicht in der Lage, Silizium selbst zu bilden. Wir sind deshalb auf eine Zufuhr von Außen angewiesen. Der Tagesbedarf liegt zwischen 10 - 40 mg.


Insbesondere Hirse, Hafer und Kartoffeln sind gute bioverfügbare Quellen. Die pflanzlichen Siliziummoleküle werden allerdings suboptimal vom Organismus aufgenommen, und so ist es schwierig, einen Siliziummangel allein über die Ernährung auszugleichen. Leider reduziert auch industrielle Weiterverarbeitung unserer Nahrung den Siliziumanteil nochmals.


Wie kann ich Silizium supplementär einnehmen?

Silizium kann über Nahrungsergänzungsmittel in kolloidaler, also flüssiger, sowie pulverartiger oder organischer Form aufgenommen werden. Heilkräuter wie Brennnessel, Bambus und Zinnkraut (Schachtelhalm) sind gute Siliziumlieferanten. Die Brennnessel kann beispielsweise frisch zu Saft gepresst oder auch in Form von Brennnesselblattpulver in einen gesunden Smoothie gemischt werden.


Silicea (Kieselsäure) ist das Schüßler Salz (Nr. 11) für das Bindegewebe und stärkt Haut, Nägel, Bänder und Knochen. Es erhöht die Leitfähigkeit der Nerven, verbessert den Lymphabfluss und hat eine wichtige Funktion in der Regulierung des Säure-Basen-Haushalts.


Schon gewusst?

Die Brennnessel (Urtica dioica) wurde durch die Jury des NHV Theophrastus zur Heilpflanze des Jahres 2022 gekürt. Ein Grund für diese Wahl ist, „dass die zutiefst einheimische Pflanze so ungeheuer vielseitig nutzbar ist" - so die Begründung vom Heilpraktiker Konrad Jungnickel, Vorsitzender der Jury.



Jana Luckte


Quellen

https://nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&view=article&id=329:die-brennnessel-heilpflanze-des-jahres-2022&catid=112:brennnessel-urtica-dioica-l&Itemid=76

https://mein-kraeuterkeller.de/silizium-mangel



30 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page