Den Körper entgiften: Wie funktioniert das?

Aktualisiert: 16. Mai


Egal ob über stark verarbeitete Nahrungsmittel, Verkehrsabgase oder Schadstoffe in Putzmitteln: mit der Zeit nimmt unser Körper verschiedene belastende Stoffe auf. Was daraus folgt, hat wahrscheinlich jeder von uns schonmal gehört. Der Körper übersäuert, verschlackt, verspannt oder verkalkt. Was also können wir tun, um dem entgegenzuwirken? Um dies zu verstehen, müssen wir zunächst wissen, auf welchen Wegen die schädlichen Stoffe in unseren Körper gelangen.

Was unseren Körper belastet

• Stoffe, die mit der Nahrung oder Getränken aufgenommen werden: Zusatzstoffe, Mikroplastik, Hormone, Insektizide und Pestizide, Medikamente, Alkohol. Und auch Nahrung die zu zuckerhaltig oder fettreich ist belastet. • Stoffe, die wir einatmen: Schadstoffe aus dem Verkehr, Schadstoffe in Möbeln, Wandfarben oder Fußbodenbelägen, Duftstoffe, Nikotin, Ozon. • Stoffe, die über die Haut aufgenommen werden: Schadstoffe in der Kleidung, in Kosmetikartikeln, in Waschmitteln und Weichspülern oder in Putzmitteln. • Stoffe, die der Körper selber produziert: Dies passiert bei einer aus der Balance gekommenen Darmflora oder im Rahmen von chronischen Entzündungen, akuten Infekten oder bei Stress.

Wenn die Belastungsgrenze erreicht ist


Wenn dem Körper mehr Giftstoffe zugeführt werden als abgebaut werden können, hat er nur eine Möglichkeit: Einlagern und auf eine passende Möglichkeit warten, um diese wieder loszuwerden. Das kann zum Beispiel eine Fastenkur oder die monatliche Menstruation sein. Ohne diese Möglichkeiten werden die belastenden Stoffe im Bindegewebe zwischengespeichert. Dieses verschlackt beziehungsweise verklebt mit der Zeit. Das bedeutet, dass Flüssigkeit gebunden wird und weniger Sauerstoff in die betroffenen Bereiche gelangen kann. Die Folge: Stoffwechselendprodukte reichern sich an, Vitamine und Mineralien werden zur ständigen Neutralisation verbraucht. Die Nerven werden gereizt, das Hormon- und Immunsystem irritiert. Dies kann zu Entzündungen, Verspannungen, Funktionsstörungen, einer erhöhten Infektanfälligkeit sowie Allergien und chronischen Erkrankungen führen. Wenn es soweit gekommen ist, wird eine Entgiftung notwendig.


Was unser Körper benötigt


Um gut zu funktionieren, benötigt unser Körper genügend basische Lebensmittel, Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese können in Form von Gemüse, Obst, Nüssen, Samen und Kerne, Sprossen, hochwertigen pflanzlichen Ölen und Vollkorngetreiden aufgenommen werden. Tierische Produkte sind in Ordnung, sollten aber maßvoll und in Bioqualität gegessen werden. Wenn alle benötigten Nährstoffe vorhanden sind, kann der Körper auf verschiedenen Wegen ganz alleine entgiften.

Die verschiedenen Entgiftungsmöglichkeiten

  • Das Entgiftungsorgan Nr. 1 ist die Leber. Sie lässt sie sich durch stressfreie Zeiten stärken. Nehmen Sie sich daher hin und wieder eine Auszeit und gönnen sich einen Spaziergang in der Natur.

  • Ein gesunder Darm mit intakter Darmschleimhaut und einer guten Darmflora ermöglicht es, den Körper ausreichend zu versorgen. Ballaststoffe wie Salate, Vollkornprodukte oder auch ein täglicher Teelöffel Leinsamen wirken dabei reinigend. Außerdem unterstützen eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr sowie ausreichend Bewegung den Darm bei seiner täglichen Arbeit.

  • Die Nieren unterstützen die Leber bei wasserlöslichen Giftstoffen. Deshalb ist es auch hier wichtig, ausreichend zu trinken. Und zwar am besten Wasser. Außerdem regen viele Entgiftungs-, Entschlackungs- oder Basentee-Kuren aus Kräutern die Nierenfunktion an.

  • Auch die Lunge dient als Entgiftungsorgan. Atmen Sie daher bewusst tief ein und aus. Machen Sie Gymnastik am offenen Fenster oder noch besser im Freien.

  • Über den Schweiß kann die Haut den Körper entgiften, also zum Beispiel durch eine sportliche Tätigkeit oder bei einem Saunabesuch.

  • Therapeutisch wird zusätzlich das Gefäß- und das Lymphsystem genutzt: verschiedene Aus- und Ableitverfahren wie beispielsweise das Schröpfen oder das Baunscheidt-Verfahren unterstützen den Körper so beim Entgiften.

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